liechtenstein vs great britain: national anthem

What happened if Liechtenstein had to play the UK in some kind of sporting event where the national anthem is played at the beginning? Why am I asking that? Because it’s the same melody! So would they only play it once and everyone could sing along at the same time? Honestly, I’d love to find out!

short and pregnant

so kurz und prägnant versprach sich eine Kollegin…

they couldn’t catch the deeps

I always wanted to post funny things students write in their classtests.

Second example: “Attenborough squeezed out that coral reefs are in danger.” When I told her that “ausdrücken” is “to express” she complained “aber ich habe das doch im Wörterbuch nachgeguckt, da stand das unter ausdrücken!”

Dschungel des Markts: Smithfield Foods

Als alter Öko lese ich gerade Jonathan Safran Foers Eating Animals, ein teils polemisch, aber größtenteils doch lesenswertes und verstörendes Buch. Und wie immer bei Dokus zum Thema Massentierhaltung aus den USA frage ich mich: Wie ist das denn eigentlich bei uns? Wie sehr quälen wir Tiere, damit wir unser Frühstücksei, den Sonntagsbraten oder die harmlose Scheibe Schinken auf der Stulle bekommen? Aber grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass bei uns Massentierhaltung noch nicht ganz so schlimm ist wie in den USA. Ganz vorn dabei: Smithfield.

Smithfield, das ist weltweit der größte Hersteller und Verarbeiter von Schweinefleisch. Jährlich “verarbeitet” das Unternehmen doppelt so viele Schweine, wie die Niederlande Einwohner haben, und dazu betreibt Smithfield den größten Schlachthof der Welt, auf dem täglich (!) 32,000 Tiere getötet werden können - wieder, wären das Menschen, wären das täglich deutlich mehr als ins Millerntor passen.

Vor allem wird Smithfield in den USA wegen vieler Umweltvergehen kritisiert - Fäkalienseen, in die man besser nicht reinfällt, und Kritiker sind überzeugt, dass Smithfield lieber Strafen zahlt und weiter willentlich Umweltnormen ingoriert, als ihr System umzustellen.

Also, alles in Allem dachte ich nach der Foer Lektüre: Gut, dass die in den USA sind! Weit gefehlt, sind sie natürlich nicht. Smithfield sind auch auf dem deutschen Markt aktiv, und gar nicht so wenig und vor allem nicht (nur) in der Billigfleichsparte!

Zwar ist es einfacher, polnische Seiten über Smithfield zu finden als deutsche, zeigt sich dann doch irgendwann, dass die europäische Tochter Campofrio auch bei uns stark vertreten ist. Auf ihrer Homepage schreiben die, dass die Tierschutzstandards einhalten (bleibt ihnen ja auch nicht sooo viel anderes übrig), aber übertreffen und mit gutem Vorbild vorangehen, das habe ich nicht gefunden. Dafür viel mehr darüber, dass das Fleisch billig sein muss und überall verfügbar. Nichts aber darüber, woher das Fleisch kommt, wie es gefüttert wird, wie es gehalten wird, wo es geschlachtet wird. Wichtiger ist, dass der Kunde immer und überall das gleiche Produkt bekommt - und genau das hört sich für mich nach dem an, was ich überhaupt nicht will.

Muss ich das geschmacklich identische Würstchen kaufen können, wenn ich in Königsberg oder in Lagos in einen Tante Emma Laden gehe? Wo bleibt denn da das Individuelle, Spannende, Aufregende, Identitätsstifend-Eigene?

Auf der deutschen Campofrio Seite schreibt das Unternehmen zwar, dass dem Verbraucher organisches Fleisch immer wichtiger wird, aber mal ganz im Ernst, die Campofrio-Übersetzer wissen doch wohl ganz genau, dass organisch nicht bio ist, oder? Oder doch?

Sucht man aber nicht nach Campofrio, sondern nach Smithfield Deutschland, findet man zwar heraus, dass die Firma in Marl in der Neckarstraße 9 sitzt und, dass sie 4 Mitarbeiter hat, aber nichts, was da sonst so passiert. Wo ist denn da eigentlich die für den Verbraucher angeblich so wichtige Transparenz?

Jedenfalls nicht bei Smithfield. Und die Übersicht, welche Produkte tatsächlich alle Smithfield sind, ist ganz schön lang - und von nun an von mich geächtet, denn solange ich nicht weiß, wie es auf deutschen Smithfield Schlachthöfen zugeht und in wieweit sich deren Umweltethos in den USA und bei uns unterscheiden, will ich von denen nichts wissen. (alle Lebensmittelhändler zu vermeiden, die deren Produkte verkaufen, ist aber kaum möglich!)

Denn ich glaube nicht, dass das so ein großer Unterschied ist: Campofrio macht nur groß Aufhebens darum, dass der Kunde die immergleichen Produkte will und dass Campofrio dafür zum größten europäischen Fleischlieferanten wachsen will - und das wäre für mich ein absoluter Albtraum. Denn wenn die in den USA und in Europa die Nummer eins sind wäre das in meinen Augen ein weiterer Schritt in die Richtung, dass unser europäischer Fleischmarkt bald genauso katastrophal ist wie der US-amerikanische.

Ach, und hier gibts noch nen guten Artikel.

Eigentlich ist mir heute morgen also nur eins klar geworden: Es ist echt sauschwer, verantwortungsvoller Verbraucher zu sein und artgerechte Haltung und Familienunternehmen zu unterstützen.

Norman Conquest

In den vergangenen Tagen hab ich viele Touren durch Durham Castle gegeben. Bevor es in die Burg geht, erzähle ich immer ein wenig zur Geschichte der Burg selbst: William the Conquerer hat veranlasst, die Burg zu bauen, um seine Herrschaft im Norden nicht nur vor den Schotten, sondern auch vor den Locals zu schützen, die nicht gerade happy waren, jetzt von den Normannen unterjocht zu werden. So ungefähr. Jedenfalls hört es sich immer so an, als ob die Bewohner Nordenglands gegen William aufbegehrt hätten. Und jetzt lese ich endlich mal etwas mehr über die Norman Conquest im Norden von England, und das muss richtig schrecklich gewesen sein: Allein im Norden hat William the Conquerer über 100 000 Menschen das Leben gekostet, hat alles abbrennen lassen und zerstört, was irgendwie zu zerstören gab, was sogar zu Kannibalismus geführt hat. Absolut schrecklich. Und dessen Burg preise ich als ein ganz tolles Gebäude an? Gut, die Burg kann da nix für. Trotzdem. Da wird man schon etwas nachdenklich, wie Geschichte kommuniziert wird. Und vor allem, wie ich selbst Geschichte kommuniziere, was ich allein heute 250 Touristen erzählt habe. Morgen früh werd ich hoffentlich mal einen ausgewogeneren Standpunkt vertreten…

highlands here i come! Balquhidder

Amazing. Das war erst mal das einzige Wort, das in meinen Kopf gepasst hat. Balquhidder ist viel mehr als ein Pilgerort für Rob Roy-Verehrer. Balquhidder ist viel mehr. Zum Beispiel schwierig zu buchstabieren.

Vor allem aber ein Ort der Andacht, der Anbetung. Wie eine Tafel in der Kapelle weiß, wird hier schon seit 4000 Jahren Göttern Ehre erbracht: Die Kelten fanden, dass hier Gott und Mensch, Himmel und Erde nah beieinander liegen, und in der Nähe finden sich auch Spuren von einem neolithischen Tempel. Ich hatte Balquhidder vorher nur mit den MacGregors in Verbindung gebracht, aber weit gefehlt.

Die Kapelle, ein Ort der Ruhe und Sinnlichkeit, war erfüllt von Blumenduft von betäubender Süße, ich war hin und weg. Auch dieser Ort hat mich sehr an mein Praktikum bei GeoSpecial erinnert und das interessante Interview, das ich mit einem MacGregor geführt habe. Thorsten Berger (im Link stark gekürzt) hatte mir erzählt, dass er auf seiner ersten Schottlandreise viele Stunden am Grab von Rob Roy verbracht hat, und das hat mich wirklich ziemlich berührt.

Wahrscheinlich habe ich mir deswegen hier viel mehr Zeit genommen als die anderen Touristen. Für viele war es glaub ich ein “parken-foto-gesehen-abgehakt”. Ich jedenfalls bin den MacGregors dankbar, dass ich hier etwas länger veweilt habe. Und musste immer immer wieder denken: Amazing, wie ein Kuhdieb verehrt wird! (Ich weiß, Rob Roy ist viel mehr als das. (Wiki-Artikel!) Das Grab ist voll mit Münzen, Schleifen im MacGregor Tartan und Teelichtern.

Besonders bedeutungsschwer fand ich die Distel, die mit MacGregor Tartan an sein Grag gebunden ist: Die MacGregors sind nicht von Schottland zu trennen. Fast schon kitschig.

Aber so ganz koscher war mir das Grab doch nicht: Im gleichen Grab liegt auch sein Sohn, Robin Oig, der in Edinburgh erhängt wurde, nachdem er eine Witwe entführt hat. Wird das auch gutgeheißen? Wohl nicht. Aber gut.

Der Friedhof ist wie eine Zeitreise. Ein ruhiger Ort einer vergangenen, mythischen Zeit, das können selbst die vielen Touristen nicht ganz verdrängen. Oh my. Doch wie ich oben schon gesagt habe: Der Ort ist mehr als ein “seen it, tick box”-Ort. Mit ein wenig Ruhe kann man hier etwas schottische Geschichte fühlen. Nicht so majestätisch-pompös wie die Burg oder das Wallace Monument in Stirling, sondern viel persönlicher, und für mich viel intensiver. Amazing. Die Wärme der Sonne auf der Haut, Wind geht. Die Berge im Hintergrund.

Dennoch, nach einer Stunde war es auch für mich Zeit, weiterzuziehen.

highlands, here i come! Callander.

Callander’s traffic jam outside the bustling city centre

My expedition started with a traffic jam. A traffic jam because too many people tried to get to the Highlands. Thus I was stuck in Callander. The main street’s pavements were bustling with tourists, moving from ice cream parlour to Whiskey shop, passing loads and loads of B&Bs. Callander and the view of the Highlands in the background reminded me of my trip to the Rockies: Somehow this concept of a main street with not many backstreets, the atmosphere with all the tourists, the traffic combined with the majestic mountains in the background made me think so, and for the rest of the trip I couldn’t shake that feeling completely off. Callander’s high street as the base camp for conquering Munros.

Also, Callander strongly reminded me of my internship at Geo Special. One of the hotels that I recommended in the latest issue is in Callander, and I couldn’t help myself but stop and have a quick look at the Bridgend House Hotel.

Bridgend House Hotel. Do you think they offered something else but “sleep” before?

It is said that the Bridgend is haunted. Not only the spirit of a WW2-pilot is said to wander the corridors, but also a young girl. When I talked to the manager for the magazine, (whose name I forgot and their homepage is not up yet) he told me that since he’d taken over the business he had met a young girl ghost whistling a lot. As I say, I couldn’t resist and entered the pub, only to run into he manager himself, not the ghost. Unfortunately. Or fortunately. Because two nights before at the Willie Wallace Hostel in Stirling I am dead sure that I woke in the night because a ghost shook me awake. Or was it something the girl rumaging in the bed above me let drop?

Back to Callander and the traffic jam. It was weird, because I had never been to Scotland before, but because I had researched so much for the travel magazine it all felt very familiar. I was stuck somewhere between being a tourist and a journalist. And I was stuck behind a clan McGregor bus. I wondered ‘Where are they going?’ To their hero’s last place of rest? That’s where I was going anyway: to Rob Roy’s grave.

highlands, here i come! Stirling.

Stirling Castle, coming from St Mary’s Wynd

My tour started in Stirling, where I attended a conference to give a paper on Muriel Spark’s social satire and transgression as an educational tool. On my first day, I looked around a bit and had a first laugh: On the way to the castle I passed the street “St Mary’s Wynd,” and I have to admit that that made me smile - on the way to where Mary, Queen of Scots was crowned passing a street about winds - how disappointing to learn that Wynd is a Scots word for a narrow street and doesn’t have anything to do with my coprophilic association…

Robert the Bruce, Scottish hero, in front of his Castle

However, the castle and on the next day the Wallace Monument were closed so I just wandered around. The churchyard next to the castle felt very gloomy and somehow eerie - so many graves right next to a castle which has a long history of bloody fights…

Wallace Monument seen from the Castle

Somehow Stirling is a good starting point to explore Scotland, as full of history as it is. From here, I took the A84 towards the Highlands.

bald gehts weiter - mit meinem kurztrip nach schottland!

Der Ursprung von Scotland Yard

Scotland Yard ist gar nicht schottisch – bezeichnet es doch die Londoner Metropolitan Police und im Volksmund allgemein die britische Polizei. Doch warum nannte man deren Hauptquartier nicht einfach nach der offiziellen Adresse „Whitehall Place, Hausnummer4“, sondern eben „Great Scotland Yard“ oder kurz Scotland Yard? Sogar die Ermittler von Scotland Yard selbst wissen hierauf keine eindeutige Antwort. Dabei sollten sie ja eigentlich die Experten dafür sein. Immerhin konnten sie zwei Szenarien rekonstruieren. Möglichkeit Nummer 1: Die schottischen Könige hatten hier vor der Vereinigung mit England 1707 ein Anwesen, in dem sie selbst oder ihre Botschafter mit den Engländern verhandelten. Später wohnte Sir Christopher Wren hier, der seinen Innenhof „Schottischer Hof“, also „Scotland Yard“ nannte. Möglichkeit Nummer 2: Der Hinterhof von dem Haus an Whitehall Place 4 hieß Great Scotland Yard und ist nur einer von drei Straßennamen, die „Scotland Yard“ in ihrem Namen tragen. Alle drei Straßen sollen im Mittelalter einem Mann namens Scott gehört haben und so ihren Namen bekommen haben.

Nur eins ist also sicher: Der Innenhof des ursprünglichen Scotland Yard Hauptquartiers war namensgebend, aber mit Schottland selbst hat der Spitzname der Metropolitan Police nichts zu tun. Aktenvermerk: Fall weiter ungelöst.